Projekte

Seit 2018 führt das CRISPR.kollektiv regelmäßig themenbezogene Konzertprojekte durch. Dabei verfolgen die Musiker*innen des CRISPR.kollektivs stets einen soziokulturellen Ansatz. Ergänzend zu den Konzerten sollen auch Workshops mit Schulklassen, Chören und anderen Ensembles und gemeinsame Kooperationskonzerte auch abseits der etablierten Festivals für neue Musik dazu beitragen, möglichst vielen Menschen eine Begegnung mit der Vielseitigkeit und dem Potenzial neuer Musik zu ermöglichen.

Nachhall - Aus der Ferne

Projekt 2019

Das CRISPR.kollektiv setzt sich in seinem multimedialen Konzertprojekt „Aus der Ferne – Nachhall“
mit einem hochbrisanten Thema auseinander:
Ende 2017 waren laut UNHCR 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht- die höchste Zahl, die jemals verzeichnet wurde.
Luigi Nono, Paul Dessau, Iannis Xenakis - drei politisch aktive Komponisten, deren Lebenssituationen immer wieder von Migration und Ortswechseln bestimmt waren, bilden das Gerüst des Projekts.
Ergänzt wird das Programm durch zwei Uraufführungen von Snezana Nesic und Sebastian R. A. Wendt sowie durch Videosequenzen und Visualisierungen.
Der interdisziplinäre Ansatz, Musik und Film miteinander in Verbindung zu bringen, ist auch wesentlicher
Bestandteil der Schulworkshops am Domgymnasium Verden sowie an der Herschelschule Hannover. Die Schüler*innen der Bläserklassen beschreiten dabei mit ihren Instrumenten neue Wege und vertonen als “Foley artists (Geräuschemacher) ausgewählte Filmszenen live nach. Konzerte in Hannover (Sprengel Museum) und Verden (Domgymnasium).

Programm:

Luigi Nono – Für Paul Dessau (1974)
Paul Dessau – Guernica (1937)
Xenakis – Zyia (1952)
Sebastian R. A. Wendt – Die schweigende Mehrheit (UA, 2019)
Snezana Nesic – Lichtfanfare (UA, 2019)
Luigi Nono – A Pierre. Dell’Azzurro Silenzio, Inquietum (1985)

Ausführende:

Inga Balzer – Sopran
Anne Bischof – Querflöte, Bassflöte
Sebastian Wendt – Bassklarinette, Kontrabassklarinette, Basssaxophon
Tilman Wolf – Klavier, Rhodes
Tim Pauli – Klangregie
Kaspar Kuoppamäki – Video

Das Projekt wurde gefördert von Musik 21 Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen sowie der Klosterkammer Hannover.

Maschinenmusik

Projekt 2018

In Auseinandersetzung mit dem Begriff „Maschinenmusik" haben die Musiker*innen ein Programm gestaltet, welches sich an der Schnittstelle von akustischer und elektronischer Musik bewegt und zugleich eine große Bandbreite von mechanischen und maschinellen Konzepten aufzeigt. Die ausgewählten Kompositionen suchen dabei sowohl den Dialog als auch die Konkurrenz in dem Spannungsfeld Musik - Maschine.
Dazu gehören u.a. Imitationen elektronischer Musik (Techno- Parade von G. Connesson), Darstellungen von Maschinen in Musik (The Great Train Race von I. Clarke) und Musik, die von Elektronik unterstützt (Voice and Piano von P. Ablinger) oder mit der Hilfe von Programmen komponiert wurde (To survive we must go extinct von S. Wendt).

Zusätzlich zu den Konzerten in Oldenburg, Dornum und Celle führten die Musiker*innen des CRISPR.kollektivs Workshops in Kooperation mit niedersächsischen Schulen durch. Innerhalb dieser Workshops enstanden spannende Kompositionen mit alltäglichen Gegenständen (Milchaufschäumer, Ventilatoren, Rasierapparate), die anschließend erfolgreich aufgeführt wurden.


Programm:

Ian Clarke »The great train race für Flöte Solo« (2011)
Sebastian R. A. Wendt »Solo für Klavier« (2017)
Karl-Heinz Stockhausen »Solo« für Melodieinstrument mit Rückkopplung (1965)
Sebastian R. A. Wendt »Anima Husky« für Piccolo und selbstspielendes Toypiano (2015)
Peter Ablinger: »Voices and Piano: Gertrude Stein und Hanns Eisler«
Sebastian R. A. Wendt »’to survive we must go extinct’» für Flöte, Kontrabassklarinette, Klavier und Zuspiel (2017/18)
Guillaume Connesson »Techno Parade« für Flöte, Klarinette und Klavier (2002)

Ausführende:


Anne Bischof - Flöten
Sebastian R. A. Wendt - Klarinetten, Elektronik
Tilman Wolf - Klavier

Das Projekt wurde gefördert durch Musik 21 Niedersachsen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung.
 

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